Mein Alltag als freiberufliche Medizinisch-technische Assistentin für Funktionsdiagnostik.

Hier bekommst du einen kleinen Einblick, wie meine Arbeit als freiberufliche MTA-F aussah. Dies ist nur eine Möglichkeit von vielen, wie eine freie Tätigkeit als MTA aussehen kann. Der Beitrag soll dazu dienen, dir ein besseres Bild darüber zu  vermitteln, wie eine Selbstständigkeit als MTA funktionieren kann.

Ich berichte hier schonungslos und ehrlich über meine dreijährige Erfahrung als freiberufliche Medizinisch-technische*r Assistent*in.

Zu dem erläutere ich, wie meine Tätigkeit als freie MTA-F aussah, warum ich mich überhaupt für eine freiberufliche Tätigkeit als MTA-F entschieden habe und was sich innerhalb der letzten drei Jahre Selbständigkeit entwickelt hat. Legen wir also direkt los. 

Warum habe ich mich für die Selbständigkeit als Medizinisch-technische Assistentin entschieden?

Auf den Punkt gebracht:

Ich hatte keine Lust mehr meinen Urlaub ein Jahr im voraus zu beantragen bzw. zu planen, meine Arbeitszeiten nach Stechuhr auszuführen und zu dem für meine Qualifikationen und Fachwissen nicht ausreichend bezahlt zu werden. 

Kurz gesagt:

Meine Werte von Flexibilität, Selbstbestimmung und Unabhängigkeit passten nicht mehr in mein Angestelltenverhältnis. 

Was genau meine ich im Einzelnen damit?

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Nach meiner Ausbildung habe ich als MTA-F in einer kleinen ambulanten Praxis angefangen zu arbeiten. Mein Brutto-Einstiegsgehalt lag bei 1.700€ mit einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden und 26 Urlaubstagen. 

Da ich als MTA-F keine Ausbildungsvergütung bekam, waren meine Ansprüche gering, sodass mir das Gehalt als Berufsanfängerin angemessen erschien.

Nach einiger Zeit wollte ich jedoch mehr. Mehr Herausforderungen, mehr Gehalt, mehr Urlaubstage. Also entschied ich mich nach 1,5 Jahren in der Praxis für einen Arbeitgeberwechsel. 

Nun wurde es ein Medizinisches Versorgungszentrum. Mein Bruttogehalt betrug nun 2.200€ mit einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden und 28 Urlaubstagen. Meine Fachbereiche und Kompetenzen erweiterten sich. Und dennoch – Ich wollte wieder mehr. 

Mehr Herausforderungen, mehr Gehalt, mehr Urlaubstage. Mein Streben nach Veränderung stellte sich diesmal nach 2 Jahren ein. Also entschied ich mich erneut für einen Arbeitgeberwechsel.

Ich bewarb mich also auf eine Stelle in einer großen Klinik und bekam diese mit einem Bruttogehalt von 3.000€ bei einer 40 Stunden-Woche und 30 Tagen Urlaub.

Mein Plan ging auf. Stück für Stück verbesserten sich meine Rahmenbedingungen.

Was passierte dann?

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Im Laufe der Jahre wuchs mein Fachwissen aber vor allem aber mein Wunsch nach Selbstverwirklichung. Denn ich erkannte, was ich den Einrichtungen und in den wechselnden Angestelltenverhältnissen suchte, werde ich nicht finden. 

Es begann daher für mich ein Prozess der Selbstfindung und Persönlichkeitsentwicklung. Ich nahm mir eine Auszeit, ging 3 Monate auf Reisen und überlegte mir, was ich wirklich beruflich und persönlich erreichen möchte. Was meine Werte sind und wie ich diese optimal in mein Leben integrieren kann.


Nach reiflicher Überlegung, Recherchieren und abwägen kam ich zu dem Entschluss meinen Bedürfnissen nach Flexibilität, Selbstbestimmung und Unabhängigkeit nachzukommen. 

Da ich meine Tätigkeit als MTA-F sehr gerne ausübe, die Rahmenbedingungen in einem Angestelltenverhältnis aber nicht mit meinen Werten übereinstimmten, beschloss ich in die Selbständigkeit zu gehen. 

Somit war der Entschluss gefasst als freiberufliche MTA-F durchzustarten.

Wie sah mein Konzept als freie MTA-F aus?

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Die Idee war als Vertretung in ambulanten und stationären Einrichtungen bei personellen Engpässen tätig zu sein. Da ich Abwechslung und Herausforderungen liebe und der Fachkräftemangel in allen Fachbereichen eher wuchs, erschien mir das eine erfolgreiche Idee zu sein.

Also fing ich an mich zu erkundigen was ich für eine freiberufliche Tätigkeit benötige. Setzte mich mit Anwälten und Steuerberatern auseinander und gründete ein Einzelunternehmen. 

Ich kam schnell in die Umsetzung und machte Werbung für mich und meine Dienstleistung. Und siehe da: Bereits nach sehr kurzer Zeit bekam ich die ersten Aufträge. 

Die Nachfrage, vor allem im ambulanten Bereich war sogar noch größer als ich angenommen hatte, sodass ich nach ca. 4 Wochen Marketing eine ausgebuchte Arbeitswoche hatte. 

Wie gestaltete ich meine Arbeitswoche als freiberufliche Medizinische-technische Assistentin für?

Anders als geplant sprang ich nicht im Wochentakt zwischen den Einrichtungen hin und her, sondern quasi im Jahresrhythmus. 

Bedeutet: Arztpraxen buchten mich langfristig, weil ihnen grundsätzlich Fachpersonal fehlte und nicht wie von mir vorab angenommen nur während Urlaubs- oder in Krankheitszeiten. 

Als ich in die Selbständigkeit startete, überlegte ich mir vorher wie meine Woche aussehen sollte.

Dabei hatte ich natürlich einige Vorstellungen und Wünsche, denn ich wollte mich ja verbessern und meinen Arbeitsalltag meinem Leben anpassen und nicht andersherum.

In der Umsetzung sah das wie folgt aus:

Meine Wochenarbeitszeiten betrugen ca. 15 bis 30 Stunden, an 3 bis 5 Wochenarbeitstagen. Da ich kein Frühaufsteher bin, begann mein Einsatz in der Regel zwischen 09.00-10.00 Uhr mit einer durchschnittliche Arbeitszeit von nicht mehr als 6 Stunden pro Tag. 

Meine freien Tage nahm ich mir nach meinem Bedarf in Absprache mit den Aufraggebern. Dabei habe ich nicht nach Urlaub gefragt, sondern diese Tage selbst festgelegt. 

Folge dessen war ich am Montag in Praxis A, Dienstag in Praxis B, Mittwoch in Praxis C usw. In nur wenigen Einrichtungen war ich für einen kurzzeitigen Einsatz tätig. Die langfristigen Einsätze (9-12 Monate) hatten den Vorteil, dass sich die Freiberuflichkeit etwas planbarer gestaltete. Die kurzzeitigen Einsätze befriedigten mein Bedürfnis nach Abwechslung und Weiterentwicklung. 

Wie viel habe ich als freiberufliche MTA-F verdient?

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Ein festes Einkommen hatte ich nicht. Genau davor haben viele Angst, wenn es um eine Selbständigkeit geht. Ich sehe das allerdings als Vorteil, weil mein Einkommen nicht limitiert ist. Meine Tätigkeit in den ambulanten Bereichen habe ich auf Stundenbasis abgerechnet. 

Anders als in meinem Angestelltenverhältnis, wo das Gehalt relativ starr ist, habe ich mein Einkommen stetig angepasst und skaliert.

Das bedeutet: Ich wollte mehr Geld zum Beispiel für einen Urlaub etc., dann habe ich entweder einfach etwas mehr gearbeitet (NIE ÜBER 35h) oder ich habe mein Angebot erweitert. So entstand die Idee zusätzlich zu der Honorartätigkeit Fortbildungen zu geben. 

Gesagt, getan.

Durch diese zwei Unternehmenszweige betrug mein monatliches Einkommen bis zu 7.000 Euro. Je nachdem wie viele Seminare ich gegeben habe und wie oft ich den Praxiseinsätzen nachgekommen bin.

Davon gingen dann meine fixen Kosten wie Miete, Versicherungen und Einkommensteuer ab. Meine Ausgaben durch die Selbständigkeit betrugen in etwa 500-800 Euro im Monat (Krankenversicherung, Rentenversicherung, Berufshaftpflicht etc.).

Warum ich mich immer wieder für eine Selbständigkeit als MTA entscheiden würde? 

Drei Jahre lang arbeite ich nun als freiberufliche MTA-F. Ich würde lügen, wenn ich behaupte, dass der Weg immer easy-peasy war und es sich immer alles mit Leichtigkeit ergeben hat.

Natürlich kamen große Herausforderungen auf mich zu. Des Öfteren habe ich mein Konzept überdenken und anpassen müssen. Vor allem während der Pandemie. 

Es gab Zeiten da wirkte ein Angestelltenverhältnis für mich attraktiver, einfacher und verlockend. Doch dann erinnerte mich wieder an die Bedingungen. Ich erinnerte mich daran, dass ich mir nicht spontan z.B. vier Wochen frei nehmen konnte. Ich erinnerte mich, dass mein Gehalt nicht meinen Ansprüchen entsprach.

Ich erinnerte mich, wie unzufrieden ich war, weil ich mein Wunschleben hintenanstellen musste. Und vor allem erinnerte ich mich daran, dass mir meine Lebenszeit zu kostbar ist, als mich einem System zu unterwerfen, was nicht meinen eigenen Wertvorstellungen entspricht. 

Ich hatte eine Vision und ein Ziel vor Augen. Und ich glaubte daran. Ich glaubte an mich. Ich glaubte an meine Werte. Und vor allem war mein Wunsch nach Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung stets größer. Und genau das motiviert und bestärkt mich jeden Tag an meinem Träumen festzuhalten und diesen Weg zu gehen.

Wie geht es aktuell weiter?

Einige Ziele konnte ich mir bereits durch die Freiberuflichkeit ermöglichen. Einen davon lebe ich aktuell komplett aus, in dem ich mir ein halbes Jahr frei genommen habe, um den grauen Alltag in Deutschland zu entfliehen. Seit Oktober bin ich in Europa unterwegs. Immer der Sonne hinterher. 

Ich habe so viel lernen und wachsen können in der Zeit meiner Selbständigkeit. Nicht nur mein Selbstvertrauen hat sich dadurch enorm gestärkt, sondern auch mein Blick auf die Möglichkeiten. 

Meiner Meinung nach steckt in jedem das Potential viel mehr aus seinem Leben zu machen. Es entstehen in den letzten Jahren so viele neue Wege und Chancen, du musst sie nur ergreifen und den ersten Schritt gehen. Ich bin dafür sein Leben nach seinen eigenen individuellen Bedürfnissen anzupassen und zu gestalten. 

Dabei ist es natürlich etwas leichter wenn man Hand in Hand einen neuen Weg geht. Und genau hier möchte ich dich unterstützen

Ich habe bereits den Schritt in die Freiberuflichkeit gewagt, getestet was funktioniert und was nicht funktioniert. Genau davon kannst du nun profitieren

Solltest du also dein Leben selbstbestimmter, flexibler und unabhängiger gestalten wollen, würde ich mich freuen deinen Mutausbruch gemeinsam mit dir zu erleben. Lass uns etwas Großartiges erschaffen und dein Wunschleben kreieren. 

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Dann können wir zusammen schauen, wie deine Strategie als freiberuflicher*in aussieht.